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Subtile Hirnveränderungen bei Typ-1-Diabetes mellitus [Allgemein]
02 Feb 06

Im Vergleich zu den gesunden Kontrollen wiesen die Diabetiker eine verminderte Dichte der grauen Hirnsubstanz auf.

Das Gehirn zählte bisher nicht zu den Organen, die im Verlauf einer Diabetes-Erkrankung geschädigt werden. Es gibt jedoch subtile Veränderungen, die US-Forscher jetzt in Diabetes (2006; 55: 326-333) mit einer neuen Untersuchungstechnik erstmals sichtbar gemacht haben.

Dass eine langjährige Diabeteserkrankung die peripheren Nerven schädigt, ist lange bekannt. Es war deshalb plausibel auch im Zentralen Nervensystem einen “Endorganschaden” zu vermuten. Ein Hinweis hierauf ist beispielsweise die bei Typ-1-Diabetikern doppelt so hohe Rate von Depressionen.

Die Gruppe um Alan Jacobson von der Behavioral and Mental Health Research Section des Joslin Diabetes Center hat 25- bis 40-jährige Typ-1-Diabetiker mit einer Krankheitsdauer von 15 bis 25 Jahren mit der Kernspintomographie (MRI) untersucht. Im Vergleich zu den gesunden Kontrollen wiesen die Diabetiker eine verminderte Dichte der grauen Hirnsubstanz auf. Die Veränderungen waren subtil, aber sie waren vorhanden.

Weitere Infos finden sich hier.



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