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Empfehlungen zur Selbstmedikation bei Kopfschmerzen [Allgemein]
02 Sep 04

Überarbeitete evidenz-basierte Empfehlungen für Patienten zur Selbstmedikation bei Spannungskopfschmerzen und Migräne der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG)

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hat aufgrund neuer Untersuchungen ihre bisherigen Evidenz-basierten Empfehlungen für Patienten zur Selbstmedikation bei Spannungskopfschmerzen und Migräne überarbeitet.

Viele Patienten, die unter Kopfschmerzen leiden, behandeln diese mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln selbst. Mehr als 90 Prozent der Betroffenen haben Migräne, Spannungskopfschmerzen oder eine Kombination dieser beiden Formen. Bei diesen häufigen Kopfschmerzarten spricht aus Sicht der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft grundsätzlich nichts gegen eine Selbstmedikation, wenn die Patienten mit dieser Selbstbehandlung gut zurecht kommen.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch verhindert Medikamentenkopfschmerz. Entscheidend wichtig ist jedoch ein bestimmungsgemäßer Gebrauch der Medikamente. Werden Schmerz- und Migränemittel zu häufig eingenommen, wächst das Risiko, dass Kopfschmerzpatienten einen chronischen Kopfschmerz entwickeln, der durch die Medikamente selbst verursacht wird. Experten gehen davon aus, dass vier Prozent der Bevölkerung zu häufig Kopfschmerz- und Migränemittel schlucken und dass ein Prozent an „Kopfschmerz durch Medikamenten-Übergebrauch“ leidet, wie diese Kopfschmerzart seit kurzem von der internationalen Kopfschmerzgesellschaft genannt wird. „Das Risiko, einen Kopfschmerz durch Übergebrauch von Medikamenten zu bekommen“, betonen die DMKG-Experten, „besteht unabhängig davon, welcher Wirkstoff enthalten ist und ob es sich um ein Präparat mit nur einem oder mehreren Wirkstoffen handelt.“ Wichtiger als die Zusammensetzung der Präparate ist die Häufigkeit ihrer Einnahme.

Maximal 3 Tage hintereinander, maximal 10 Tage pro Monat. Deshalb empfiehlt die DMKG grundsätzlich alle Kopfschmerz- und Migränepräparate nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat anzuwenden. Ebenso hat die DMKG in den neuen Empfehlungen zusammengestellt, wann Kopfschmerz-Patienten unbedingt einen Arzt konsultieren sollten. Die Empfehlungen der DMKG zur Selbstbehandlung mit bestimmten Wirkstoffen sind Evidenz-basiert, d.h. sie beruhen auf einer Auswertung wissenschaftlicher Studien.

Zusätzliche Infos finden sich hier.




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