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Prostatakrebs durch Pflanzenöle? [Ernährung]
16 Feb 06

Omega-6-Fettsäuren lassen Krebszellen wachsen

Immer mehr Menschen verzichten größtenteils auf tierische Fette und verwenden stattdessen bevorzugt Maiskeimöl und andere Pflanzenöle. Jetzt entdeckten amerikanische Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem gestiegenen Prostatakrebsrisiko und dem hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren in diesen Ölen.

Die Forscher um Millie Hughes-Fulford von der University of California in San Francisco, USA, stellten bei ihren Untersuchungen fest, dass Laborkulturen von Prostatakrebszellen deutlich schneller wuchsen, wenn sie dem Nährmedium Omega-6-Fettsäuren zusetzten. Außerdem aktivieren diese Fettsäuren einen biochemischen Signalweg in Prostatazellen, den so genannten PI3-Kinase-Signalweg, durch den verschiedene Gene eingeschaltet werden, die an Entzündungsreaktionen und der Krebsentwicklung beteiligt sind.

Die Forscher vermuten aufgrund ihrer Studienergebnisse, dass zwischen dem in den vergangenen Jahrzehnten verstärkten Konsum von Maiskeimöl und anderer Pflanzenöle mit einem hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren und dem ebenfalls gestiegenen Risiko für eine Erkrankung an Prostatakrebs ein Zusammenhang besteht. "Es ist nicht auszuschließen, dass ein zu hoher Anteil dieser Form von ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung dazu beitragen könnte, das Prostatakrebsrisiko zu erhöhen", schreiben die Forscher im medizinischen Fachjournal Cancer Research.

Zu den Omega-6-Fettsäuren gehören beispielsweise die Arachidon- und Linolsäure. Diese sind vor allem in pflanzlichen Fetten enthalten. Für eine gesunde Ernährung ist es wichtig, Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in einem ausgewogenen Verhältnis von ungefähr 5:1 aufzunehmen.

Hughes-Fulford M, Li CF et al.: Arachidonic Acid Activates Phosphatidylinositol 3-Kinase Signaling and Induces Gene Expression in Prostate Cancer. Cancer Research, 2006 Vol. 66, pages 1427-1433

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