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Neue Versorgungskonzepte in Hessen für Schmerzpatienten [Allgemein]
21 Mai 06

Chronifizierung soll vermieden werden

Hessens Schmerztherapeuten haben im März dieses Jahres einen Verband gegründet. Die Ärzte wollen nun die qualitätsgesicherte Schmerztherapie in Hessen ausbauen und mit neuen Konzepten die Versorgung von Patienten verbessern. Ziel ist die frühzeitige und kompetente Behandlung, um Chronifizierungsprozesse zu vermeiden. Nach einem erfolgreich angelaufenen Pilotprojekt zur Behandlung von Patienten mit Rückenschmerzen soll jetzt ein Projekt für Patienten mit problematischen Schmerzen auf den Weg gebracht werden. Entsprechende Verhandlungen mit Krankenkassen laufen.

Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Zahl betroffener Patientinnen und Patienten weiter steigen – mit erheblichen Folgen für das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft. Die Kosten für die medizinische Behandlung von Muskel-Skelett-Erkrankungen (u.a. Rückenschmerzen, Arthrosen, Osteoporose, Fibromyalgie, rheumatische Polyarthritis) betragen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland jährlich 25,2 Mrd. EUR, für die Behandlung von Migräne werden 462 Millionen aufgewendet. Dies bedeutet allein für Hessen, dass schätzungsweise 1,83 Mrd. EUR für Muskel-Skelett-Erkrankungen und 33,8 Millionen Euro für Migräne ausgegeben werden. Ein Patient mit chronischen Rückenschmerzen, der eine bislang übliche "Patientenkarriere" durchläuft, kostet die Gesellschaft binnen drei Jahren über 112.000 EUR, so die Rechnung der Schmerztherapeuten.

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Solange immer nur in die Behandlung und kaum in die Prävention investiert wird, werden die Behandlungskosten selbstverständlich weiter steigen.



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