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Erkrankungsverhältnis zwischen den Geschlechtern bei Migräne [Allgemein]
15 Jun 06

Verhältnis schwankt zwischen 3,6:1 bei Erkrankungsbeginn vor 1960 bis 2,8:1 bei Erkrankungsbeginn in den 1980er Jahren

Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob sich das Erkrankungsverhältnis zwischen den Geschlechtern bei Migräne mit der Zeit verändert hat. Die Ergebnisse waren nicht signifikant, das Verhältnis schwankte zwischen 3,6:1 bei Erkrankungsbeginn vor 1960 und 2,8:1 bei Erkrankungsbeginn in den 1980er Jahren, die größere Zahl steht dabei jeweils für weibliche Betroffene.

Abstract:
Gender ratio of migraine without aura: observations over time

Migraine without aura is typically considered a female condition. The purpose of this study was to determine if there have been any changes in the female-to-male ratio of the disease over time. We included in the study all patients with migraine without aura (n = 3457) referred to the Parma University Headache Centre between 1976 and 1995. They were divided into subgroups with respect to gender and year-range of onset of migraine (before 1960, in the 1960s, in the 1970s, in the 1980s, and between 1990 and 1995). Gender ratio ranged from 3.6:1 (in patients with onset before 1960) to 2.8:1 (in patients with onset in the 1980s), with no statistically significant changes during the observation period.

Cucurachi L, Devetak M, Torelli P, Lambru G, Manzoni GC. Gender ratio of migraine without aura: observations over time. Neurol Sci. 2006 Apr;27(1):47-50.

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Anmerkung von migraeneinformation.de:
Die Untersuchung könnte allerdings andeuten, dass sich das Erkrankungsverhältnis zwischen den Geschlechtern langsam verringert. Auffällig ist darüberhinaus, dass in Gegenden mit geringerer Erkrankungsrate (z. B. Asien) das Erkrankungsverhältnis zwischen den Geschlechtern deutlich ungünstiger für die weibliche Seite ist. Hier werden sogar Zahlen von 5:1 bis 6:1 genannt. Dies könnte darauf hindeuten, dass mit der generellen und gleichfalls nachgewiesenen Zunahme von Migräne Ernährungsfaktoren und andere Umweltbedingungen immer stärker an Bedeutung gewinnen. Von solchen Faktoren dürften Frauen und Männer gleich stark betroffen sein.



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