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Epilepsie und Migräne: Niedrig dosierte Topiramat Monotherapie als ein Mittel der Wahl [Allgemein]
03 Jul 06

Epilepsie und Migräne sind Erkrankungen, die sowohl epidemiologische als auch pathophysiologische Parallelen aufweisen

„Epilepsie und Migräne sind Erkrankungen mit Gemeinsamkeiten“, erklärte PD Dr. Uwe Reuter, Leiter der Kopfschmerzambulanz des Universitätsklinikums der Charite Berlin. Bei beiden handelt es sich um Störungen mit fluktuierendem und zum Teil chronischem Verlauf, die durch paroxysmal auftretende neurologische Dyfunktionen charakterisiert sind. Die Inzidenz der Migräne bei Patienten mit Epilepsie ist verglichen mit der Normalbevölkerung um den Faktor 2,4 erhöht. Umgekehrt ist auch die Prävalenz der Epilepsie mit 6% bei den Migränepatienten deutlich höher als in der übrigen Bevölkerung (0,5%).

Genetische Untersuchungen zeigen Parallelen beider Krankheiten und auch pathophysiologisch gibt es Ähnlichkeiten. Wie Reuter erklärte, liegt bei manchen Anfallstypen eine exzessive Entladung von Neuronen zugrunde und auch bei der Migräne spielt eine gesteigerte Erregbarkeit des Kortex eine zentrale Rolle. So wird als pathophysiologisches Korrelat der Migräne-Aura eine Welle massiver neuronaler Erregung des Kortex angenommen, in der Folge werden trigeminale Hirnstammzentren stimuliert und das periphere trigeminale Schmerzsystem aktiviert (3,4). Die Überschneidungen von Migräne und Epilepsie spiegeln sich auch in der medikamentösen Therapie beider Erkrankungen wider.

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Es ist schön zu sehen, dass die Schulmedizin immer wieder auf Symposien die Gemeinsamkeiten zwischen Migräne und Epilepsie herausstellt und damit auch gemeinsame Behandlungsansätze begründet - solange es um medikamentöse Behandlungen handelt.

Ernährungsseitig hat sich bei Epilepsie die fettreiche und strikt kohlenhydratarme ketogene Diät (oder auch Atkins-Diät) bewährt, während führende Migräneärzte bei Migräne kohlenhydratreiche und fettarme Diäten empfehlen. Es sind diese Widersprüche, die die Schulmedizin zunächst einmal aufklären sollte, dann kommt man vielleicht auch irgendwann mal der Ursache von Migräne auf die Spur.



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