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Gefäßschäden schon bei gestörter Glukosetoleranz [Allgemein]
05 Jul 06

Größeres Risiko für kardiovaskuläre Sterblichkeit bei postprandialer Hyperglykämie als bei hohem Nüchternwert

Noch bevor sich ein Typ-2-Diabetes manifestiert, steigt das Risiko vor allem für makrovaskuläre Folgeschäden, so die Münchner Endokrinologin Professor Petra-Maria Schumm-Draeger.

Bereits in der Phase der gestörten Glukosetoleranz, wenn die Zwei-Stunden-Blutglukosewerte erhöht sind, verdoppelt sich das Risiko für eine tödliche kardiovaskuläre Erkrankung, sagte Schumm-Draeger. Zudem hat die DECODE-Studie ergeben, daß die postprandiale Hyperglykämie als Folge einer Störung der Insulinsekretion ein höheres Risiko für die kardiovaskuläre Morbidität und Sterblichkeit ist als die Nüchternhyperglykämie.

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Postprandiale Hyperglykämien wurden auch bei Migränikern nachgewiesen:

  • Rainero I et al, Insulin sensitivity is impaired in patients with migraine, Cephalalgia, 2005 Aug;25(8):593-7

Daneben hatten verschiedene Studien bereits das Vorliegen einer Komorbidität zwischen Migräne und Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck und Schlaganfall gezeigt, z. B.:

  • Tzourio C, Iglesias S, Hubert JB, Visy JM, Alperovitch A: Tehindrazanarivelo A et al. Migraine and risk of ischaemic stroke: a case-control study, Br Med J 1993; 307: 289–92
  • Cirillo M, Stellato D, Lombardi C, De Santo NG, Covelli V. Headache and cardiovascular risk factors: positive association with hypertension. Headache 1999; 39: 409–16
  • Lanzi G, Termine C, Rossi M, Ferrari Ginevra O, D'Arrigo S, Amica I et al.: Are vascular disorders more prevalent in the relatives of children and adolescents with migraine? Cephalalgia 2003; 23: 887–91
  • Chang CL, Donaghy M, Poulter N: Migraine and stroke in young women - case-control study. The World Health Organisation Collaborative Study of Cardiovascular Disease and Steroid Hormone Contraception, Br Med J 1999; 318: 13–8

Das beschriebene Problem besteht also nicht nur im Vorfeld von Typ-2-Diabetes, sondern auch bei Migränikern. 




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