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Chinesische Großstädter sterben früh [Ernährung]
21 Sep 04

Übergewicht, Herzprobleme und Diabetes

Dass China in vielen Bereichen aufholt, ist schon länger bekannt. Neu hingegen ist, dass Chinas Großstädter auch die Vorliebe für Fastfood entdeckt haben. Die Folge: Bis zu 75 Prozent aller Großstädter leiden an den typischen Zivilisationskrankheiten des Westens, berichtet die staatliche Tageszeitung "Shanghai Daily".

Grund dafür sind neben Stress und zu wenig Bewegung veränderte Essgewohnheiten. Während die traditionelle chinesische Küche fettarm war und viel Gemüse und Getreide enthielt, essen die urbanen Chinesen heute immer mehr Fett, Fleisch und Zucker.

Gerade in der gebildeten Mittelschicht werden Übergewicht, Herzkrankheiten oder Diabetes immer häufiger. Büroangestellte und Führungskräfte, die in Städten wie Schanghai oder Peking arbeiten, haben eine Lebenserwartung von 58 Jahren, während der Landesdurchschnitt bei 72 Jahren liegt. In Zhongguancon, dem Technologiezentrum Pekings, werden die Menschen im Durchschnitt nur 53 Jahre alt, wie die offizielle Nachrichtenagentur Xinghua berichtete.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Die Nachricht ist ein Beispiel für die fatale Auswirkung heutiger Junk-Food-Ernährung und gleichzeitig für unüberlegte Publikation:

Die US-Amerikaner sind in den letzten Jahren auch deutlich dicker geworden, während sich Krankheiten wie Diabetes immer mehr ausgebreitet haben. Gleichzeitig haben sie dabei ihren Fleisch- und Fettkonsum gesenkt, den Kohlenhydratkonsum aber gewaltig gesteigert.

Das deutet darauf hin, dass Fett und Fleisch weniger wahrscheinlich die Ursache für das gemeldete Problem der chinesischen Großstädter sind.

In der Regel dürften auch in westlichen Ländern Fast-Food-Mahzeiten weniger ein Problem darstellen als etwa die dabei konsumierten zuckerreichen Softdrinks.




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