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Migränebehandlung mit Ultraschall [Allgemein]
24 Aug 06

Behandlung wurde allerdings im Verbund mit zahlreichen anderen Maßnahmen durchgeführt

Petra S. (42) erwartete keine Wunder, als sie im Februar 2006 eine Behandlung gegen ihre Migräne antrat. Seit ihrem 16. Lebensjahr hatte sie den hämmernden, alle Lebensäußerungen schwer beeinträchtigenden Kopfschmerz allmonatlich für eine Woche erleben müssen. Was die Bensheimerin zunächst mit Hilfe frei verkäuflicher Schmerzmittel zu betäuben suchte, wuchs sich im Laufe der Zeit zum gravierenden Problem aus: die Migränewoche verbrachte sie in einem abgedunkelten Zimmer, für Mann und Sohn kaum ansprechbar.

Die neuesten und wirksamsten Migränemittel, Triptane, brachten Linderung, aber letztlich um den Preis von Nebenwirkungen, vor allem einer generellen Dämpfung der Wahrnehmung. Die Patientin, vor ihrer Mutterschaft Kindergärtnerin, hatte sich in die populäre Literatur zur Migräneentstehung und –Behandlung eingelesen und erwartete auch von daher allenfalls eine leichte Milderung ihrer Probleme.

„Migräne wird vermutlich ausgelöst über einen erhöhten Stickstoff-Monoxid-Pegel, der auf zellulärer Ebene über den Calcium-Kanal gesteuert wird,“ sagt Dr. Lutz Kiefer, Internist und Schmerzforscher aus Kaiserslautern, als er bei der Eingangsuntersuchung die Krankengeschichte von Petra S. im Weiterstädter Zentrum für Neuromuskuläre Methodik durcharbeitet. „Wir haben bei dieser Patientin die spezielle Form der starken Beeinflussung durch das prämenstruelle Absinken des Östrogenspiegels zu beachten.“

Außerdem konstatiert er Übergewicht, gepaart mit Bewegungsunlust, Fehlhaltung und Verspannungen der Muskulatur, von der Hals- bis zur Lendenwirbelsäule. Dagegen wird sie nach der von Kiefer mitentwickelten Sono-Vital-Methode mit Ultraschallpulsen geringer Leistung und Magnetfeldern behandelt (im Bild).

Dazu kommen krankengymnastische Übungen zur Stärkung der Nacken- und Rückenmuskulatur, welche die Patientin auch zu Hause regelmäßig ausführen soll, und behutsame Hinweise, welche Ernährungsbestandteile sie reduzieren und welche sie bevorzugt zu sich nehmen sollte: „Den Umsatz an tierischem Eiweiß reduzieren, jene Eiweiße bevorzugen, die reich an Omega 3-Fettsäuren sind, wie Lachs und Thunfisch, Hering und Makrele. Wenn Fleisch mal sein muss, dann Pute, Hähnchenfleisch ohne die Haut, selten mageres Rind oder Lamm, Schwein am besten ganz meiden.“

Hinzu kommt – statt Kaffee – der bewusste Konsum von Wasser, zur Abwechslung gibt es auch Kräutertee, und zwischendurch spezielles Wasser mit erhöhtem Gehalt an alkalischen Mineralien zur Entsäuerung. Dass im Zentrum jedem Patienten eine Vielzahl an unterstützenden Maßnahmen zur freien Verfügung steht, wie Trainingsapparate zur Kräftigung der Muskulatur und fürs Atemtraining, lässt sich unter Bemühungen zur Ankurbelung von Motivation und Lebenslust fassen.

Nach der ersten Behandlungswoche kündigt sich bei Petra S. die Menstruation an, und sie macht sich innerlich auf die Wiederkehr ihrer einwöchigen Leidensphase „in Dunkel- und Einzelhaft“ gefasst. Doch die starken Schmerzen bleiben aus.

In den folgenden vier Wochen kommt Petra S. 20 mal zur Behandlung nach Weiterstadt. Seitdem erlebt sie ihren Zyklus ohne Migräneanfall. „Petra ist ein völlig neuer Mensch geworden,“ gibt ihr Ehemann zu, der anfänglich gegenüber der Behandlung äußerst skeptisch war.

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Bei solchen Berichten kann es sich natürlich immer um Werbung handeln. Außerdem ist nicht klar, welche der zahlreichen Maßnahmen denn nun den Durchbruch brachte.



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