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Zivilisationskrankheiten in Indien immer verbreiteter [Ernährung]
24 Aug 06

Daten über Herz-Kreislauf-Erkrankungen ähneln allmählich denen aus Europa

Australische Forscher haben festgestellt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen mittlerweile auch im ländlichen Indien zu den größten Killern gehören. Dabei lesen sich die von den Experten erhobenen Daten schon fast wie jene in Europa, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist".

Bruce Neal und sein Team vom George Institute for International Health in Sydney haben im südlichen Bundesstaat Andhrah Pradesh 345 Erwachsene im Alter zwischen 20 und 90 untersucht. Im Durchschnitt waren die Probanden knapp 40 Jahre alt. Das Ergebnis hatte die Wissenschaftler erstaunt: Jeder Fünfte litt an Bluthochdruck, 3,7 Prozent litten an Diabetes, 17 Prozent waren übergewichtig und 2,5 Prozent hatten bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Nach anderen Untersuchungen sind bereits ein Drittel aller Todesfälle auf Herzinfarkte oder Schlaganfälle zurückzuführen. Damit sterben in diesem Bundesstaat mehr Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als durch Verletzungen und Infektionen.

"In urbanen Regionen Indiens ist die steigende Zahl der Todesfälle durch so genannte westliche Zivilisationskrankheiten bekannt. Unbekannt war bisher der Gesundheitszustand der ländlichen Bevölkerung, die eigentlich den größten Teil der Einwohner Indiens ausmacht", so der Forscher. Schuld am katastrophalen Gesundheitszustand der Inder sind die Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten: Zu viel Salz, Fett, Zucker sowie Nikotinmissbrauch.

Weitere Infos finden sich hier.



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