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Studie: Die Gehirne von Migränikern weisen Auffälligkeiten auf [Allgemein]
27 Mär 13

Einige Areale der Hirnrinde sollen dünner, andere verdickt sein

Eine an der San Raffaele Universität in Mailand durchgeführte Studie mit 63 Migränepatienten und 18 nichtbetroffenen Vergleichspersonen will ergeben haben, dass sich die Gehirne von Migränikern in Form und Struktur von denen Nichtbetroffener unterscheiden. Verglichen wurden die Dicke der Hirnrinde und die Form der Hirnoberfläche. Das technisch eingesetzte Mittel war die Magnetresonanztomografie (MRT).

Ein Ergebnis der Studie war, dass die Hirnrinde bei den Migränepatienten in den Frontallappen dünner als bei den Vergleichspersonen ausgesprägt war. In diesen Gehirnarealen liegen wichtige Teile der Schmerz-Schaltkreise. Dicker als normal ausgeprägt waren hingegen Gehirnbereiche, die für Entscheidungen und für die Verarbeitung von gesehenen Bewegungen zuständig sind. Noch deutlichere Unterschiede konnten bei der Oberflächenform des Gehirns beobachtet werden. Zahlreiche Furchen und Wölbungen waren bei den Migränebetroffenen zum Teil stärker, zum Teil aber auch schwächer ausgeprägt.

Die Forscher erhoffen sich, mit ihren Methoden Migräne zuverlässiger diagnostizieren zu können, und zwar selbst dann, wenn die Person aktuell unter keiner Attacke leidet.

Weitere Informationen finden sich hier und hier.



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