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Nicht in den USA, in Asien leben die meisten Diabetiker [Ernährung]
27 Apr 06

WHO schätzt Zahl der Patienten auf 82 Millionen

Diabetes mellitus ist schon lange nicht mehr ein Problem nur der reichen Industrie-Nationen. Die mit Abstand meisten Diabetiker leben heute in Asien. Und die Prävalenz in den einzelnen Ländern dort steigt weiter stark. Sie würden in den nächsten Jahren von der "metabolischen Epidemie" überrollt, wenn nicht sofort reagiert werde, warnte Professor Pierre Lefèbvre, Präsident der World Diabetes Foundation, bei einem Pressegipfel in Hanoi in Vietnam.

Moped statt Fahrrad, Flucht vom Reisfeld in die Stadt, Fastfood und Softdrinks statt traditionelle asiatische Küche und Tee: In weiten Teilen Asiens finden tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzungen statt. Die Folge: Wo bisher der Blick fast ausschließlich auf die gesundheitlichen Folgen von Mangelernährung und schlechten hygienischen Verhältnissen gerichtet war, gewinnen chronische Krankheiten an Dringlichkeit, allen voran der Diabetes mellitus.

Schon heute liegen sieben der zehn Länder mit den höchsten Diabetiker-Zahlen in Asien. Die meisten Betroffenen gibt es in Indien und China. Die USA mit ihrem hohen Anteil Übergewichtiger und Adipöser in der Bevölkerung folgt erst auf Platz 3. Auch in Ländern wie Japan, Indonesien, Pakistan oder Bangladesh gibt es bereits heute mehr Diabetiker als in irgendeinem europäischen Land.

"Wenn wir nicht sofort handeln und den Ländern helfen, langfristig tragfähige Strukturen für Aufklärung, Prävention, Früherkennung und Behandlung zu etablieren, werden die Länder Asiens von der Diabetes-Epidemie wie von einem Tsunami überrollt", warnt Lefèbvre.

Weitere Infos finden sich hier.



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