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In 2010 soll Diabetes 37 Milliarden EUR Kosten verursachen [Allgemein]
03 Jul 06

Experten prognostizieren Diabetes-Epidemie

Die ständige Zunahme an Diabetes-Erkrankungen wird zum Risiko für die Krankenkassen.

"Eine Epidemie steht bevor, die das Gesundheitssystem ernsthaft erschüttern kann", sagt Professor Hans Hauner, Direktor des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München, in der "Apotheken Umschau".

Der Diabetes ist eine typische Zivilisationskrankheit, im Wesentlichen ausgelöst durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. "Von 1960 bis heute hat sich die Zahl der Typ-2-Diabetiker mehr als verzehnfacht", sagt Hauner. Er hat an einer Studie mitgearbeitet, die für das Jahr 2001 mehr als 22 Milliarden Euro für die Behandlung des Diabetes und die Folgebelastungen errechnet hat.

Bei einer für das Jahr 2010 erwarteten Anzahl von 10 Millionen Diabetikern würden die Kosten 37 Milliarden erreichen.

Schon bei den Kindern muss die Vorsorge ansetzen. Ein Fünftel der Kids ist zu dick. "Wenn sie nicht abnehmen, bekommen wir es in den nächsten 25 Jahre mit vielen jungen Erwachsenen zu tun, die an Altersdiabetes leiden", befürchtet Professor Werner Scherbaum, ärztlicher Direktor des Deutschen Diabetes Zentrums der Universität Düsseldorf.

Weitere Infos finden sich hier.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Diese Zahlen lassen nichts Gutes für die weitere Kostenentwicklung unseres Gesundheitssystems erahnen. Leider wird ein System, bei welchem problematische Lebensmittel zunächst die Gesundheit ruinieren, damit sie dann seitens der Medizin wieder halbwegs und sehr teuer aufgebaut werden kann, auf Dauer nicht funktionieren. Das System muss dahin gehend verändert werden, dass sich Krankheitsverhinderung wieder rechnet. Zurzeit rechnet sich lediglich die Behandlung von Krankheiten. 



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