Physiotherapeutische Maßnahmen.

 

In diesem Abschnitt sollen verschiedene nichtmedikamentöse Behandlungen von Wirbelsäule, Muskeln und Bindegewebe und Maßnahmen zur Verbesserung der Körperhaltung aufgeführt werden.

Wissenschaftliche Studien bzgl. der Wirksamkeit dieser Verfahren gibt es nicht. Ein Erfolg ist aber in Einzelfällen dennoch vorstellbar.

Studien zeigen darüberhinaus, dass selbst klassische Massagen bei Migräne hilfreich sein können. Allerdings sollten diese in der Regel nicht mit weiteren kreislaufbelastenden Maßnahmen wie Sauna oder Fangopackungen kombiniert werden.

Günstig kann sich auch ein begleitendes regelmäßiges Baden in Totes Meer-Salz auswirken, wobei darauf zu achten ist, dass die Badetemperatur nicht zu hoch ist.



Ong Song


Die Ong Song Migräne- und Kopfschmerztherapie ist eine spezielle Behandlungsform auf Basis der Lehre von Prof. Dr. med. Do Thanh Kiem.

Sie dient

  • zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen, z. B. Migräne- und Kopfschmerzen, Schwindel, Kiefergelenksproblemen und Folgen von Verletzungen wie auch
  • zur Vorbeugung und Vermeidung von Rückfällen durch jährliche Kontrollen und Dehnungsübungen aus dem begleitendenden Van-Dong-Programm.

Die Therapie geht - ähnlich anderen physiotherapeutischen Behandlungen - von der Vorstellung aus, dass viele akute und chronische Beschwerden auf Nervenleitungs- und Durchblutungsstörungen zurückzuführen sind.



Schmerz-Therapie-Zentrum Baden-Baden (Dr. Klaus Strackharn)


Klaus Strackharn ist der Auffassung, dass Migräne durch eine Einklemmung des ersten Halswirbels (Atlas) in einer Dreh-Fehlstellung ausgelöst wird. Diese führt "innerhalb weniger Minuten zum kompletten Funktionsausfall des Genicks zwischen erstem Halswirbel und Schädelbasis". Diese Blockierung verursacht eine "Reizung der ersten drei Halsnerven und der mit ihnen in Verbindung stehenden Hirnnerven. Vor allem aber die Reizung des obersten Nervenknotens des sympathischen Grenzstrangs, die zur Verengung bestimmter Hirngefäße führt (selektive Vasokonstriktion)".

Kernstück seiner Therapie ist die sog. Cervicale Selektive Rezeptoren-Blockade, bei der verdünnte Lokalanästhetika (vermutlich Lidocain) im Halsbereich gemäß seiner eigenen Methode gespritzt werden.

Klaus Strackharn vertritt also eine durchaus ähnliche Auffassung bzgl. den Ursachen der Migräne wie der Schweizer René-Claudius Schümperli, der behauptet, dass der Atlas-Wirbel, bei praktisch allen Menschen komplett ausgerenkt (luxiert) sei.

Auch bestehen durchaus Ähnlichkeiten in der Argumentation mit der Ong Song-Therapie.

Allen diesen Auffassungen ist gemeinsam, dass für sie die Ursache der Migräne in Verspannungen oder Blockierungen der Wirbelsäule liegt.



AtlasPROfilax


Der Schweizer René-Claudius Schümperli und Entwickler der AtlasPROfilax©-Methode behauptet, dass der erste Halswirbel, genannt Atlas, bei praktisch allen Menschen komplett ausgerenkt (luxiert) ist. Ferner behauptet er, dass dieser Umstand zu einer Reihe von körperlichen und psychischen Störungen und Erkrankungen führt, die man aber durch Behandlung rückgängig machen kann.

Zur Behandlung schreibt er auf seiner Website:
R.C. Schümperli hat eine weltweit einmalige Methode entwickelt, um die Luxation des Atlas mit einer einzigen Anwendung, präzise, gefahrlos und endgültig zu beseitigen. Sie besteht darin, durch eine gezielte Massage der kurzen Nackenmuskulatur die bestehenden Verspannungen zu lösen und dem Atlas dadurch zu ermöglichen, in seine natürliche Lage zurück zu kehren.

Eine nachträgliche Kontrolle mit zusätzlicher Unterstützung zum Selbstheilungsprozess ist unerlässlich.

Später ist es unerlässlich, seinen Körper (hauptsächlich Nacken u. Rücken) mit regelmässigen Massagen, manuell oder mit einem Apparat oder mit Unterwassermassagen in Bädern, zu unterstützen und zu pflegen.

Wenn sich der Atlas in der richtigen Lage befindet, kann auch das Gehirn endlich
ungestört wirken. Es ist, als wolle es nachholen, was es nicht in Harmonie erschaffen
konnte – es setzt wertvolle Selbstheilungs- und Regenerationsprozesse in Gang.
Der menschliche Organismus beginnt besser zu funktionieren. Zudem können andere Behandlungen und Therapien durch die korrigierte Lage des Atlas ihre Wirkung besser entfalten.

Allerdings regenerieren sich Körperzellen und Organe nicht von heute auf morgen.
Nach der Beseitigung der Luxation durch die ATLASPROFILAX© -Methode reagiert der Organismus auf jeden Fall entsprechend dem körperlichen und psychischen Zustand des einzelnen Menschen.

So ist zwar bei vielen die Gesundheit bald wieder hergestellt, andere jedoch, vor allem jene, deren Organismus nie richtig und mit voller Kapazität gearbeitet hat, müssen mehr Geduld haben.

Gemäß der Auffassung von AtlasPROfilax wird Migräne durch eine Ausrenkung des 1. Halswirbels (Atlas) verursacht, welche durch eine einmalige Einrenkung plus Nachsorge mittels eines spezifischen Verfahrens bleibend rückgängig gemacht werden kann, wonach der Patient von Migräne geheilt ist.


Osteopathie


Die osteopathische Medizin dient vorwiegend der Erkennung und Behandlung von Funktionsstörungen, zu denen auch die Migräne gezählt werden kann. Die Diagnose durch den Arzt oder Heilpraktiker erfolgen mit spezifischen osteopathischen Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden.

Die Anwendung osteopathischer Medizin setzt genaueste Kenntnisse der Anatomie und Physiologie voraus. Zu den Grundlagen der Osteopathie zählen die Einheit des menschlichen Körpers, die wechselseitige Abhängigkeit von Struktur und Funktion und die selbstregulierenden Kräfte im Körper.


CranioSacrale Therapie


Die CranioSacrale Therapie ist eine sanfte, nicht-invasive Behandlungsmethode, die sich als Teilgebiet der Osteopathie entwickelt hat. Sie soll helfen, Blockaden und Traumen, die zu Verspannungen im Körper führen, ausfindig zu machen und sie zu korrigieren. Ziel ist es, das sog. CranioSacrale System auszugleichen und damit den CranioSacralen Rhythmus wieder her zu stellen.

Jeder Schädelknochen ("Cranium") und das Kreuzbein ("Sacrum") soll nach Vorstellung der CranioSacralen Therapie seine eigene Bewegung haben, die der CranioSacral-Therapeut erspüren soll. Ist irgendwo im Körper eine Spannung, Veränderung oder eine Blockade, soll sich diese im CranioSacralen System widerspiegeln. Der Therapeut hat dann die Aufgabe zu erfühlen, wo die Blockade ist, welche Qualität sie hat und wie sie sich auf die Struktur des Körpers auswirkt.

Weil alles im Körper über das Bindegewebe miteinander verbunden sein soll, zieht eine Blockade die andere nach sich. Es kann nach dieser Vorstellung zu einem Spannungskreislauf kommen, welcher der Therapeut durch seine sanften Manipulationen ausfindig machen und lösen soll.