migraeneinformation.de.


Migräne durch besonders sensible Nerven? [General]
17 Apr 13

Dänische Wissenschaftler wollen eine neue Ursache für Migräne gefunden haben

Wissenschaftler des dänischen Kopfschmerz-Zentrums im Glostrup-Krankenhaus untersuchten 19 Frauen im Magnetresonanztomographen (MRT) während einer Migräne-Attacke. Anders als bislang angenommen waren die Arterien außerhalb des Schädels nicht angeschwollen. Es konnten lediglich sehr leichte Veränderungen an den Arterien innerhalb des Schädels festgestellt werden.

Um festzustellen, wie Migränemittel bei einer Attacke wirken, wurden die Patientinnen nach Einnahme eines Medikaments erneut im MRT gescannt. Dabei konnte beobachtet werden, dass die Arterien trotz Medikamenteneinnahme leicht anschwollen. Die Forscher schlossen daraus, dass die Medikamente nicht gefäßwirksam sind.

Ihre Hypothese ist nun, dass Migräne durch besonders sensible Nerven an den Blutgefäßen entsteht. Durch die Blutzirkulation kommt es dann zu dem typischen pochenden Migräneschmerz.

Wieso die Nerven von Migränebetroffenen so empfindlich sind, konnten die Forscher allerdings noch nicht erklären.


Querschnitt durch einen peripheren Nerv
Courtesy: Department of Histology, Jagiellonian University Medical College

Weitere Infos finden sich auf Bild.de.

Anmerkung von migraeneinformation.de:
Eine Prognose lässt sich schon jetzt aufstellen: Als Ursache für die angeblichen schwachen Nerven der Migräne-Betroffenen werden schon bald genetische Gründe genannt werden.

Unabhängig davon, ob das erzielte Resultat tatsächlich richtig oder gar bemerkenswert ist, kündigt sich mit Studien dieser Art eine Revolution in der Medizin-Forschung an. Die MRTs sind mittlerweile offenkundig so hochauflösend, dass sie immer mehr zu Untersuchungen herangezogen werden können, für die es bislang keine ausreichenden Forschungswerkzeuge gab. Allein mit Bezug auf Migräne wurde in der letzten Zeit in MRT-Studien (angeblich) beobachtet, dass man
a) Gehirnen ansehen könne, ob die Person grundsätzlich unter Migräne leidet,
b) den subjektiv erlebten Schmerzgrad erscannen könne,
c) feststellen könne, ob eine bestimmte Person aktuell einen Migräneanfall erlebt oder nicht.



Comments (0)