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Migräniker mit Aura besitzen ein erhöhtes Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln [General]
03 May 13

Der Zusammenhang könnte erklären, warum Aura-Migräniker häufiger einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als Nichtbetroffene erleiden

In einer norwegischen Kohortenstudie waren 20.000 Teilnehmer aufgenommen worden, die zu Beginn der Untersuchung kein metabolisches Syndrom aufwiesen.

Im Ergebnis zeigte sich, dass Migräne mit Aura - davon betroffen waren 230 Frauen und 68 Männer - im Verlauf von elf Jahren mit einer erhöhten Neigung zu ungünstigen kardiovaskulären Risikoprofilen (insbesondere: Veränderungen der Blutglukose, des Bauchumfangs und des HDL-Cholesterins) einherging.

Die Wahrscheinlichkeit, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, stieg bei Migränikern mit Aura, die zusätzlich rauchten, um 110 Prozent und bei Nichtrauchern aus dieser Gruppe um 39 Prozent - jeweils im Vergleich zu Kontrollpersonen, die keine Kopfschmerzen hatten.

Bei Migräne ohne Aura lag das metabolische Risiko um 26 Prozent höher. Nicht als Migräne klassifizierter Kopfschmerz steigerte die Gefahr um 22 Prozent. Bei den beiden letztgenannten Kopfschmerzformen waren keine Unterschiede zwischen Rauchern und Nichtrauchern festzustellen.


Cortical Spreading Depression bei Migräne-Aura (Copyright: Sven Jähnichen)

Weitere Infos finden sich auf ÄrzteZeitung online.



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